Alles über den Meister des anspruchsvollen Trashfilms

 

 

Talon im Kampf gegen das Imperium
(The Sword And The Sorcerer)

 

Cover "Talon"

Bisheriger Mittelwert für diesen Film:

8 von 10 Punkten

 


Ein Fantasy-Barbarenfilm in der Tradition von Conan der Barbar, Regie: Albert Pyun...
Kann das gut gehen?
Es kann!
Pyun, der mit diesem Werk sein Debüt gab, lieferte einen unterhaltsamen, kurzweiligen Streifen ab, der zwar keine neuen Ideen bringt, die alten aber gut durchmischt, und mit einer gehörigen Portion Blut gewürzt ist. Der Blutgehalt ist überhaupt ziemlich hoch: Herausgerissene Herzen und in der Mitte zerteilte Körper lassen jeden Gorehound frohlocken.
Zwar hatte der Film kein großes Budget, und die Effekte sind nicht die besten, die trashige Inszenierung wird dadurch aber nur unterstützt. Pyun empfahl sich mit diesem Werk als solider Handwerker, der zwar das Rad nicht neu erfindet, aber altbewährtes zu einem unterhaltsamen Cocktail zusammenmischen kann.
Über die Handlung braucht man nicht viele Worte zu verlieren, dient sie doch nur als Vorwand für Schlachtengetümmel, in denen der Titelheld, mit offensichtlichem Eifer von Lee Horsey dargestellt, sein Dreiklingenschwert ins rechte Licht rücken kann.
Ansonsten ist alles vorhanden: Magie, Monster, Eroberung, ein entthronter Prinz, und B-Movie Bösewicht Richard Lynch, der leider nur seine Standardrolle zeigt.
Einziger Wehrmutstropfen: Die im Abspann "angedrohte" Fortsetzung kam leider nie zustande... lieber noch 5 weitere Talons, als ein weiterer Nemesis!
 

 8 von 10 Punkten


von Markus Köhler


Hier haben wir das gelungene Erstlingswerk eines hoffnungsvollen jungen Regisseurs namens Albert Pyun.
Man sollte annehmen, dass dieser Regisseur von jeher billige Cyborgfilme gedreht hat... Dem ist aber nicht so! Alles fing mit einem billigen Conan-Abklatsch an, der durchaus zu gefallen weiß. Alles steckt voller Ideen, wie dem Herzen rausreissenden bösen Zauberer, oder dem Dreiklingen-Schwert, dessen Klingen sich einzeln abschießen lassen.
Das alles ist mit netten Kulissen und beiläufig eingestreuten Bluteffekten hübsch verpackt und wie gesagt durchaus ansehnlich.
Auch die Darsteller sind mit großem Eifer dabei: Richard Lynch weiß wie immer als Oberbösewicht zu überzeugen, und Lee Horsey spielt einen glaubwürdigen Prinzen ohne Königreich. Man könnte beinahe schon von einem "epischen" Fantasy-Werk reden, hätte der Film nicht ein paar zu offensichtliche Schwächen, die aber gar nicht so sehr stören. Gerne würde man etwas mehr über den Werdegang des Prinzen erfahren, der vom tapferen Knaben anscheinend zu einem gefürchteten Piraten wurde, und allerorts geachtet wird. Man muss es als gegeben ansehen. Außerdem hat der Film einige Durchhänger beim ansonsten recht flotten Erzähltempo. Naja... Man kann nicht alles haben!
Ich hätte zu gerne gesehen, wie es weitergeht. Leider konnte (oder wollte?) Albert die bereits angekündigte Fortsetzung nicht verwirklichen.
 
 8 von 10 Punkten


von Kai Schmidt

 

© 2004 Pyun-Team
Optimiert für eine Bildschirmauflösung von 1024 x 786 Pixeln und
Internet Explorer 5.5