Alles über den Meister des anspruchsvollen Trashfilms

 

 

Hetzjagd in St. Lucas
(Dangerously Close)

 

Cover "Hetzjagd in St. Lucas"

Bisheriger Mittelwert für diesen Film:

5,5 von 10 Punkten

 


Langatmig und langweilig!
Der Streifen hat Alberts Unterhaltungscredo schon im Titel: "Hetzjagd" ist gleichbedeutend mit Verfolgung. Und da Alberts meiste Filme reine Verfolgungsjagden sind, will dieser natürlich nicht nachstehen. Doch leider wartet man auf Action und Rasanz vergeblich. Dafür will der Film lustig sein, und mit ständigen Wendungen Spannung erzeugen. Der Witz ist dürftig (selbst der unfreiwillige), mehr als ein Grinsen an 2 oder 3 Stellen ist nicht drin. Und diese Grinser waren noch nicht mal beabsichtigt! Die Wendungen stehen sich selbst im Weg, zumal es manchmal nicht mehr nachzuvollziehen ist, wer jetzt eigentlich mit wem unter einer Decke steckt. Schwamm drüber...
Die Darsteller agieren mehr als indiskutabel. Carey Lowell (späteres Bond-Girl in "Lizenz zum Töten" und derzeitige Lebensgefährtin von Richard Gere) hat nicht begriffen, was es heißt, zu schauspielern. Lächerlich wäre fast noch geschmeichelt.
Charles Rocket als Windei mit ständig wechselnden Namen (nein, Brick Bardo war nicht dabei) hatte sichtlich Freude an seiner Rolle. Schön für ihn, schlecht für uns! Er macht es auch nicht besser, als Carey Lowell.
"Sehe ich aus, wie ein Gehirnamputierter?" fragt mein "Liebling" Thom Mathews zu Beginn des Films. Ähem... JA!!! Mit seiner blonden Haarpracht macht er sich endgültig lächerlich. Von der Rolle ganz zu schweigen.
Alberts Dauermimen Norbert Weisser und Nicholas Guest geben sich ebenfalls die Ehre, genau wie "Scream-Reporterin" Courtney Cox in einem Kurzauftritt. Alle drei passen sich dem Niveau des Films an. Dabei ist er handwerklich durchaus solide, soll heißen: Keine Unschärfen, kein Mikro im Bild. Aber die Handlung... einfach nur öde! Nicht mal blöd genug für Trash-Unterhaltung.


 

 3 von 10 Punkten


von Markus Köhler


Mit "Hetzjagd in San Lucas" präsentiert Albert Pyun seine B-Version von "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten". In den ersten 10 Minuten meint man sogar ein A-Movie zu sehen. Halbwegs bekannter und ganz netter Sound, eine kurze, aber gute Actionszene, solide Kameraarbeit und die Minirolle von Courteney Cox (sie sagt aber nur zwei oder drei Sätze).
Doch dann kommt Richard-Gere-Ehefrau und Hauptdarstellerin Carey Lowell ins Spiel. Zuerst fällt einem ihre nicht vorhandene Begabung gar nicht auf, da Pyun das Tempo beibehält (Flucht vor Killern, ein explodierender Sportwagen etc.).
Doch als Lowell in San Lucas ankommt und der Film sich voll auf sie konzentriert, überlegt man sich, ob man mit seiner Zeit nicht etwas besseres anfangen könnte. In diesem Teil des Films (der 'Hauptteil' sozusagen) gibt es vor allem kleine Abenteuereinlagen á la Indy Jones, tolle Locations und erträglichen Klamauk.
Zum Ende hin versucht sich Pyun noch am Spionagefilm. Denn hier wird soviel gelogen, betrogen und die Seiten gewechselt, dass es einfach nur noch albern wirkt.
Insgesamt ist "Hetzjagd in San Lucas" aber beinahe ein Mainstream-Exploitation-Film. Daher:
 

 8 von 10 Punkten


von Nils Bothmann


 

 

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