Alles über den Meister des anspruchsvollen Trashfilms

 

 

Captain America
(Captain America)

 

Bisheriger Mittelwert für diesen Film:

3,5 von 10 Punkten

 

 
Vorwort: Ich bin mit den Comics nicht vertraut, und kann deshalb den Film nur als solchen beurteilen!

Von Comicverfilmungen erwarte ich, auch wenn ich die Vorlagen nicht kenne, einen gewissen Aufwand, denn da Comics meist sehr ausufernd und spektakulär angelegt sind, möchte ich so etwas auch auf der Leinwand bzw. auf dem Bildschirm sehen. Leider wurden aber hier die meisten Dollars wohl schon für den Erwerb der Rechte ausgegeben, so daß für den Film selbst beinahe nichts mehr vorhanden war. Weder Kulissen und Masken, noch die Effekte sind sonderlich spektakulär oder aufwendig.
Überhaupt ist von Comic oder sonstigen Übertreibungen nicht allzu viel zu merken. Die Story wurde als Zeitreisegeschichte aufgezogen, so eine Art "Forever Young" Vorläufer, der aber nicht komisch (von einigen unfreiwilligen Vorfällen mal abgesehen) oder romantisch geriet. Auch die üblichen Zeitreiseschocks wurden ausgespart: Captain America scheint sich in den 90ern von Anfang an relativ wohl zu fühlen.
Matt Salinger liefert eine solide Heldenblaupause, wirklich überzeugend ist er aber nicht. Als Captain America ist er figurmäßig ein wenig zu kümmerlich, unter einem Superhelden stelle ich mir was anderes vor.
Scott Paulin, einer von Pyuns Stammdarstellern, spielt "Red Skull", einen lächerlichen Bösewicht mit schlechtem Hautarzt, den ich nicht eine Sekunde lang ernst nehmen kann. Aus seiner Vorgeschichte hätte man einiges machen können, sie wurde aber einfach fallengelassen.
In weiteren Rollen sind die durchaus renommierten Darsteller Ronny Cox und Neal Batty zu sehen. Sie hatten wohl während der Dreharbeiten ihren Spaß, der sich aber nicht auf den Zuschauer überträgt.
Diese Menahem Golan Produktion ist kein richtiger Albert-Film: Die typischen Merkmale in Inszenierung und Gestaltung sind nicht vorhanden. Der Film ist nicht mal schlecht genug, um sich darüber zu amüsieren. Uninteressante Auftragsarbeit.
 

 3 von 10 Punkten


von Markus Köhler


Hmmm... was soll man zu diesem Werk sagen?
Einerseits bin ich froh, dass überhaupt eine Adaption dieses klassischen Comics existiert, andererseits möchte ich die Produzenten verfluchen, da offensichtlich so gut wie kein Geld in das Projekt gesteckt wurde (sieht man vom Einkauf der Lizenz mal ab). Pyun gibt sich redlich Mühe, in Anbetracht der mangelnden finanziellen Mittel eine mitreißende Story zu erzählen, die dem Film "Forever Young" etwas vorgreift, doch da der Mann kein besonders guter Geschichtenerzähler ist, scheitert dieses löbliche Vorhaben dann auch kläglich.
Der Film fängt recht gut an, man sieht die Entstehungsgeschichte der beiden Widersacher Red Skull und Captain America, die Stürmung eines recht aufwendigen Nazi-Kommando-Sets, und Caps comicgerechte "Schockfrost-Therapie" in der Arktis.
Leider fällt der Film danach sehr stark ab... Die Protagonisten werden einfach in die Gegenwart verfrachtet, und der Film ist kein Comic mehr, sondern ein billiger Actioner ohne Action und einem Helden im Superheldenkostüm.
Auch die Wandlung des Red Skull vom Ober-Nazi zum Mafiaboss mit Hautproblemen ist mehr als lächerlich, wenn man den Comic kennt.
Schade um die vertane Chance! Gott sei Dank hat Menahem Golan wohl aus dieser Pleite gelernt, und uns weitere von ihm eingekaufte Lizenzen wie "Spider-Man" erspart (vielleicht war auch nur Stan Lee, Boss bei Marvel Comics, vom Gesehenen nicht sehr erbaut, und hat weitere Kooperationen verweigert). Wobei ein Pyun-"Spider-Man" wohl sehr interessant sein könnte ;-)
Für das "normale" Publikum mag dieser Film gerade noch erträglich sein, Comicfans wenden sich allerdings mit Grauen ab!
 
 4 von 10 Punkten


von Kai Schmidt


 

 

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