Alles über den Meister des anspruchsvollen Trashfilms

 

 

Brain Smasher
(Brain Smasher... A Love Story)

 

Cover "Brain Smasher"

Bisheriger Mittelwert für diesen Film:

6 von 10 Punkten

 


Auf diesen Film hatte ich ebenfalls lange gewartet. Nicht weil er von Albert ist, sondern weil es der zweite Film von Kult-Anarcho Andrew "Dice" Clay ist. Ich liebe "Ford Fairlaine - Rock 'n' Roll Detective", und hoffte, daß der bitterböse, teilweise extrem frauenfeindliche Humor erhalten bleiben würde. Leider wurde ich enttäuscht!
Clay spielt den "Brain Smasher" Ed Malloy, einen Discothekenrausschmeißer, der dank einiger Verwicklungen einerm Top-Model ("Lois Lane" Teri Hatcher) helfen muß, sich gegen einige Ninjas (Oh Verzeihung... ich weiß, ihr seid keine Ninjas ...autsch...) zur Wehr zu setzen. Diese wollen eine Lotusblüte mit der man die absolute Macht erhalten kann. Diese Blüte hat Hatchers Schwester in ihrem Besitz...
Pyun-typisch zieht sich der Film nun über eine knapp anderthalbstündige Verfolgungsjagd durch die Stadt, bei der sich die beiden Protagonisten näher kommen.
Das Ganze ist handwerklich solide und streckenweise schön in Szene gesetzt. Besonders da der Film nur nachts spielt, und Albert wohl diesmal wußte, wie er das ausnutzen konnte.
Die Bösewichte sind eine lächerliche Ansammlung von Witzfiguren, keiner ist wirklich als bösartig zu bezeichnen (ich weiß bis heute nicht, ob sie überhaupt ernstgenommen werden sollen?!?!). Ihre akrobatischen Fähigkeiten in allen Ehren, aber ich mag es nicht, ständig Drähte im Bild hängen zu sehen. Die Actionszenen sind demzufolge nette Faustkämpfe... nicht sonderlich aufregend, aber auch nicht wirklich schlecht.
Teri Hatcher ist (wie immer) nett anzusehen, und versteht es, ihre Rolle herrlich selbstironisch anzulegen (freiwillig oder unfreiwillig?), aber Clay (jetzt kommen wir zu den Enttäuschungen) agiert ungewöhnlich handzahm. Wo ist der Macho und Weiberheld, der alles und jeden verarscht, böse Sprüche reißt, und trotzdem von jedem geliebt wird? Außerdem hat er einen neuen Synchronsprecher, der so absolut nicht passen will (besonders wenn man den grandiosen Tommy Piper noch im Ohr hat!).
Aber nun gut... letzten Endes bleibt eine vergnügliche, wenn auch streckenweise langatmige Fantasy-Action-Komödie, die über vielen anderen Albert-Streifen steht.
 

 6 von 10 Punkten


von Markus Köhler


 

 

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