Alles über den Meister des anspruchsvollen Trashfilms

 

 

Blast
(Blast)

 

Cover "Blast"

Bisheriger Mittelwert für diesen Film:

7 von 10 Punkten

 


Auch "Stirb langsam" bleibt von Albert Pyun nicht verschont. Dieser Abklatsch ist zwar billig, aber solide.
Der Film spielt vor dem realen Hintergrund der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta. Das amerikanische Schwimmerteam wird als Geisel genommen, ein Hausmeister gerät zwischen die Fronten. Dieser Hausmeister ist ehemaliger Taek-Won-Do-Champion (Zufälle gibt's...), und hatte mal was mit der Trainerin der Schwimmerinnen (die Welt ist doch klein!). Trotz seiner Behinderung, einem steifen Bein, nimmt er den Kampf gegen die Terroristen auf...
Der Held wird dargestellt von linden Ashby, Star der Videospiel-Verfilmung "Mortal Kombat". Angesichts seiner sportlichen Leistung in "Blast" zweifle ich die Berichte, daß die Darsteller in "Mortal Kombat" ihre Kampfszenen selbst ausgeführt haben, an. Von den kampftechnischen Finessen der Fantasy-Action ist nämlich nicht mehr allzuviel da! Überhaupt ist die Action etwas dürftig. Es dauert etwa eine halbe Stunde, bis etwas passiert. Und da Pyun kein Spannungsmeister ist, ist dieser Umstand leicht ermüdend. Wenn es dann endlich losgeht, beschränkt sich die Action leider nur auf einige Shootouts und ein paar Kämpfe, die aber wie schon erwähnt nicht sonderlich aufregend sind. Die Darsteller sind motiviert, jeder scheint zu wissen, in welcher Art von Film er mitspielt. Rutger Hauer wurden für diesen Film die Beine amputiert... soll heißen, er ist in seiner Rolle an den Rollstuhl gefesselt. Den ansonsten trotz Alter und Leibesfülle sehr agilen Hauer behindert das aber sehr in seiner darstellerischen Leistung. Er versucht, die Rolle des Cops mit besonderer Verbindung zum Geiselnehmer mit Leben zu erfüllen, scheitert aber an der Schablonenhaftigkeit des Charakters. Die Szene, in der er aus seinem Rollstuhl in ein Schwimmbecken springt ist jedenfalls zum Schreien!
Andrew Divoff liefert einen soliden Psychopathen, Linden Ashby einen sympathischen Helden, Kimberley Warren sieht gut aus, und Thom Mathews (ja, hier ist er wieder) wird sowieso nach 60 Minuten erschossen. Alles in allem sehenswert, wenn auch kein Muß.
 

 7 von 10 Punkten


von Markus Köhler


 

 

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